17 August 2014

Pausentee mit Schuss zeigt Wirkung - 6:0-Sieg bei Anhalt Sangerhausen besorgt Einzug in die zweite Pokalrunde

Gut lachen hatten die Katzen (hier Marko Höpfner) nach dem verdienten Einzug in die zweite Pokalrunde durch einen 6:0-Auswärtssieg beim SV Anhalt Sangerhausen. Nach schwacher erster Halbzeit kam SK mit Feuerwerk aus der Pause und steigerte sich erheblich. Die Tore erzielten Kapitän Marcus Kästner (3), Sebastian Herrmann, Tobias Hofmann und Martin Lüderitz.
Eine Besonderheit ergab sich bei United im Tor. Da sich Stefan Heinemann im ersten Ligaspiel einen Handbruch zugezogen hat, Remo Korn am Samstag noch nicht spielberechtigt war und Ricardo Hosang aus privaten Gründen fehlte, hütete Außenspieler Martin Richter, wie auch schon letzte Saison beim Spitzenspiel in Röblingen, das Tor - und machte seine Sache hervorragend! In der Viererkette musste man ohne Vize-Kapitän Andreas Berge (Urlaub) auskommen, der durch Marko Höpfner ersetzt wurde. Außerdem begann Martin Lüderitz für Stefan Brock.

Das Spiel startete sehr träge und beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler, sodass kaum Spielfluss zu Stande kam. So passierte vor den Toren in den ersten 20 Minuten nahezu gar nichts. Mitte der ersten Halbzeit gab es dann zwei Verwarnungen. Anhalts Sebastian Werthmann, der noch im Testspiel vor der Saison beide Treffer für Anhalt erzielte, aber durch den starken Marko Höpfner komplett kalt gestellt wurde, sowie Sebastian Beckel wurden mit gelb bedacht.
Der erste vernünftig vorgetragene Angriff der Katzen führte nun zur Führung. Über rechts ließen Hofmann, Toni Glettner und Stefan Schumann den Ball laufen und bedienten Lüderitz per Flanke. Dieser legte quer auf den herausstechenden Kästner, der noch einen Mann stehen ließ und seelenruhig zur Führung einschob (30.). Danach musste Richter zweimal beherzt anpacken. Zunächst rettete er im Manuel Neuer-Stil in höchster Not gegen Benjamin Kindl, ehe er nur kurz darauf einen Abpraller nach einem Lattentreffer in aller höchster Not - wieder gegen Kindl - per Faust zur Ecke klärte. Vorausgegangen war ein kapitaler Ballverlust von Herrmann. Nachdem man diese zwei Szenen schadlos überstehen konnte, fand man langsam besser ins Spiel. Herrmann hatte nun die große Gelegenheit auf das 2:0. Nach Ballgewinn im Mittelfeld wurde er blank gespielt und hatte alle Zeit 10 Meter vor dem Tor. Er entschied sich für den Querpass auf Kästner, der den Ball knapp verpasste. Vielleicht wäre der eigene Abschluss hier die bessere Wahl gewesen (39.). So endete eine alles in allem schwache erste Hälfte.

Trainer Marius Hummitzsch war sichtlich unzufrieden und fand anscheinend in der Pause die richtigen Worte. Wie Gazellen kamen die Katzen aus der Kabine und machten innerhalb von 5 Minuten den Sack zu. In der 46. Minute zirkulierte der Ball über Herrmann, Hofmann und Daniel Küstner gut, ehe dieser dann Kästner mustergültig bediente. Unsere Tormaschine ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schoss humorlos zum 2:0 ein. Nur zwei Minuten später konnte Hofmann nachlegen. Er gewann dabei am gegnerischen Sechzehner den Ball, verlud einen Gegenspieler und schloss trocken und platziert zum beruhigenden 3:0 ab. Weitere 3 Minuten später schlug Herrmann eine Ecke hinein, die der Anhalter Patrick Walther unglücklich ins eigene Tor verlängerte. 4:0 - Deckel drauf! Auch auf der Bank wurden die Gesichter nun deutlich freundlicher (siehe Bild).
Hummitzsch nutzte die Führung, um einigen weiteren Spielern Minuten geben zu können. So kamen Brock (62., für Herrmann), Alexander Müller (71., für Daniel Küstner, erstes Pflichtspiel) und Patrick Ostermann (77., für Marko Höpfner). Auch die ersatzgeschwächten Gastgeber glaubten nun nicht mehr an den Sieg und ersetzten Kindl und Werthmann durch Nguyen Thanh Trung und Michael Hocheim. In der 70. Minte machte dann Kästner seinen Dreierpack voll. Glettner tankte sich am rechten Flügel durch und nagelte das Leder mit Schmackes an den Torpfosten. Der Ball prallte in den Rückraum genau zu Kästner, der das Ding direkt abnahm und vollendete.
Einen hatten wir noch: In der 80. Minute kam Brock an den Ball, leitete zu Schumann nach rechts weiter, der den Ball von der Grundlinie zu Lüderitz brachte. "Lüde" nutzte die Möglichkeit aus 3 Metern souverän zum 6:0. Die besten spielerischen Aktionen führten so auch dreimal direkt zu Toren. Auf beiden Seiten gab es nun noch einige Gelegenheiten und man hatte etwas Glück und Richter, dass es letztlich beim "zu null" blieb.

Put it all in a nutshell: Eine über weite Strecken nicht besonders gute Leistung und exzellente Minuten nach der Pause reichten aus, um in die nächste Runde einzuziehen und einen insgesamt ungefährdeten und verdienten Sieg gegen ersatzgeschwächte Anhalter einzufahren. So kann man nun weiter ungeschlagen zur schwierigen Aufgabe nächsten Samstag (23.08.) um 15 Uhr bei Rohnetal Wolferstedt blicken, wo man aber wieder ein "Schippchen" drauflegen muss. Die Freude über das Erreichen der nächsten Runde ist aber natürlich groß!


SK United: Martin Richter - Toni Glettner, Maximilian Leypoldt, Sebastian Beckel, Marko Höpfner (77., Patrick Ostermann) - Daniel Küstner (71., Alexander Müller), Tobias Hofmann, Sebastian Herrmann (62., Stefan Brock) - Stefan Schumann, Martin Lüderitz, Marcus Kästner)


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